Leben wir in einer Computersimulation?

Eben den Philosophy-Bites-Podcast zu Nick Bostroms „Simulationsargument“ angehört, während ich auf dem weichen Torfboden des Moores nördlich von Niendorf mit viel zu schmalen Fahrradreifen kaum vom Fleck kam. Als Character in einem Videogame hätte ich sicher ein paar gesammelte Punkte gegen ein Mountainbike mit fetten Stollenreifen eintauschen können. Leider steckte ich aber fluchend und schwitzend in der nasskalten Realität fest.

Ein etwas viel versprechender Chat

LifeNaut ist eine Web-App, die ein „digitales Backup der Persönlichkeit“ anbietet. Man meldet sich an wie bei Facebook, legt einen Avatar an und füttert ihn mit persönlichen Informationen. Wer dann mit dem Avatar chattet, soll keinen Unterschied zur Originalperson merken. Wie DIE ZEIT berichtet, soll man sich nach „5 bis 10 Stunden Training“ sinnvoll mit dem virtuellen Ich unterhalten können. Ich habe die Probe aufs Exempel gemacht und eine virtuelle Sprecherin von LifeNaut zum Interview gebeten.

A slightly overpromising chat

LifeNaut is a web app offering a „digital backup of a personality“. You sign up as to Facebook, create an avatar and feed it with personal information. Anyone chatting with the avatar shouldn’t notice a difference to the original person. ZEIT ONLINE reports that a meaningful conversation is possible after only „5 to 10 hours of training“. I put it to the test and did a short interview with a „virtual spokesperson“ of LifeNaut.