Ein etwas viel versprechender Chat

LifeNaut ist eine Web-App, die ein „digitales Backup der Persönlichkeit“ anbietet. Man meldet sich an wie bei Facebook, legt einen Avatar an und füttert ihn mit persönlichen Informationen. Wer dann mit dem Avatar chattet, soll keinen Unterschied zur Originalperson merken. Wie DIE ZEIT berichtet, soll man sich nach „5 bis 10 Stunden Training“ sinnvoll mit dem virtuellen Ich unterhalten können. Ich habe die Probe aufs Exempel gemacht und eine virtuelle Sprecherin von LifeNaut zum Interview gebeten.

A slightly overpromising chat

LifeNaut is a web app offering a „digital backup of a personality“. You sign up as to Facebook, create an avatar and feed it with personal information. Anyone chatting with the avatar shouldn’t notice a difference to the original person. ZEIT ONLINE reports that a meaningful conversation is possible after only „5 to 10 hours of training“. I put it to the test and did a short interview with a „virtual spokesperson“ of LifeNaut.

Aristoteles auf der Fuhle

Vor dem Discounter in der Fuhlsbüttler Straße campiert ein Typ, der mich an Ethan Hawke in „Before Sunset” erinnert. Er hat nicht mal ein Zelt, nur einen Schlafsack und ein paar Decken. Den Reflexgedanken „da kann man doch nicht einfach vorbeigehen” hatte ich, als ich schon um die Ecke war. Was würde ich an seiner Stelle wollen – im Januar, in Hamburg, auf der Straße? Eine Thermoskanne! Habe ich nicht noch eine, die ich nie verwende?